Ingwertee wird seit Jahrtausenden in Asien, dem Nahen Osten und Teilen Afrikas traditionell verwendet. Die aktiven Verbindungen — Gingerole und Shogaole — gehören zu den am besten untersuchten pflanzlichen Wirkstoffen in der Lebensmittelwissenschaft. Eine umfassende Übersichtsarbeit von 109 randomisierten kontrollierten Studien fasst den aktuellen Forschungsstand zusammen.
Dies ist der am besten belegte Aspekt der Ingwertee Wirkung. Mehrere klinische Studien deuten darauf hin, dass Ingwer Übelkeit und Erbrechen bei Schwangerschaft, nach Operationen und im Rahmen einer Chemotherapie wirksam lindern kann. Eine Metaanalyse von 12 randomisierten kontrollierten Studien bestätigte eine signifikante Reduktion von Übelkeitssymptomen.
Gingerole und Shogaole hemmen laut Forschungsergebnissen das Enzym COX-2, das auch von gängigen entzündungshemmenden Mitteln angezielt wird. Studien deuten darauf hin, dass Ingwerextrakt bei Osteoarthrose-Beschwerden unterstützend wirken kann — dies ist ebenfalls Teil der erforschten Ingwertee Wirkung.
Ingwer wird traditionell zur Unterstützung der Verdauung eingesetzt. Eine Studie im European Journal of Gastroenterology (2008) zeigte bei gesunden Probanden Hinweise auf eine verbesserte Magenentleerungsrate. Weitere Forschungen deuten auf mögliche positive Effekte bei Reizdarmsyndrom hin.
Eine kleinere Studie aus dem Jahr 2015 ergab bei Typ-2-Diabetes-Patienten, die täglich Ingwerpulver einnahmen, Hinweise auf günstigere Nüchternblutzucker- und HbA1c-Werte. Die Forschungslage ist noch nicht abschließend — sprechen Sie bei gesundheitlichen Fragen stets mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Tägliche Ingwerergänzung reduzierte trainingsbedingte Muskelschmerzen in einer im Journal of Pain veröffentlichten Studie im Vergleich zu Placebo deutlich. Die Ingwertee Wirkung auf Erholung nach Sport ist Gegenstand weiterer Forschung.
Eine Metaanalyse aus dem Jahr 2016 ergab Hinweise darauf, dass Ingwer Cholesterin- und Triglyceridwerte günstig beeinflussen kann. Das MSD Manual gibt einen evidenzbasierten Überblick über die bisher bekannten Wirkungen und Grenzen der Forschung.
Laborstudien zeigen, dass Ingwerextrakte das Wachstum bestimmter Bakterien hemmen können, darunter Streptococcus mutans und Salmonella. Diese Erkenntnisse stammen aus In-vitro-Versuchen — Aussagen über Wirkungen am Menschen erfordern weitere klinische Studien.
Ein 2–3 cm langes Stück frischen Ingwer schälen und in dünne Scheiben schneiden. In 300–400 ml Wasser 10–15 Minuten sanft köcheln lassen, dann abseihen. Nach Geschmack mit Zitrone und Honig verfeinern.
Ingwertee ist koffeinfrei und eignet sich zu jeder Tageszeit. Wer weitere koffeinfreie Kräutertees schätzt, findet bei Valley of Tea auch Deutschen Kamillentee und Grünen Rooibos — beide ebenfalls traditionell für ihre sanften Eigenschaften bekannt. Für Teeliebhaber, die auch klassische Sorten entdecken möchten, empfehlen sich unser Earl Grey oder der Genmaicha als kontrastreicher Begleiter.
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